Ja. Nein. Vielleicht.

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Manchmal aber auch ein Wurm.
Der unermüdlich Löcher in Gedanken bohrt. Unersättlich HirnWindungen frisst. Ausgiebig seinen Mist auf Inspirationen verteilt. Und letztlich Unbrauchbares zurücklässt.  Nicht schön anzusehen. Erst recht nicht zu genießen.  So ein Wurm ist doof. Weil er den ganzen Zauber madig macht.

Dieser Wurm hinterlässt immer Spuren und ist dennoch schwer zu fassen. Er agiert verdeckt, ist äußerst anpassungsfähig und verwendet verschiedene Identitäten. Zu erkennen gegeben hat er sich bisher unter den Pseudonymen Wenn Dann, Keine Zeit, Suboptimaler Umstand und Nicht Gutgenug. Seine ruchlosen Aktivitäten werden zwischenzeitlich zentral erfasst und laufen zusammen unter seiner wahren Identität:

P E R F E K T I O N I S M U S

Sachdienliche Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen …


… haben einen Blogpost zur Folge.

Mein angeborener Hang zur Perfektion hat mich schon so manchen Nerv gekostet. Und Zeit. Und Geld. Und vor allem Spaß. Perfektion hat mit Leben(s)Freude ungefähr so viel gemein wie ein Großraumschlüppi mit Sexappeal.

Bis mir genau DAS klar wurde, hatte ich nicht den blassesten Schimmer, was mir schon alles entgangen war. ALS es mir klar wurde … – … das erörtere ich jetzt lieber nicht. Nur so viel: Dramaqueen … kann ich. Dramaqueen hat übrigens auch null Sexappeal …

Aaaah – ich schweife ab …

Vor etwas mehr als einem Jahr bin ich voller Euphorie und fast genauso viel töchterlichem Support ins Bloggerleben gestartet. Und habe mit Karacho eine wahrhaft glanzvolle Bruchlandung hingelegt. Was ist passiert? Nichts weiter. Nur … PERFEKTIONISMUS.
Ein Jahr. Ein Wort. Puff. Und nein, nix Bezahlerotik. Da hätte es ja wenigstens geklimpert. Bei mir ist nicht mal der sprichwörtliche Groschen gefallen. Ich meine verPUFFt. Schall und Rauch.

Ich habe einen Blog.
Auf dem steht … NIX.

Mit Sicherheit (m)ein Alleinstellungsmerkmal. In doppeltem Sinne. Sinn an sich macht es trotzdem nicht. Höchstens UNsinn.
Perfektionismus ist auch Unsinn. Scheinbar. Bis wir den Sinn hinter dem Un erkennen: Die Suche nach Etwas. Die Wege, die wir dabei wählen, sind vielfältig, selten gradlinig, dafür oft steinig. Und alle führen nach Rom zu uns selbst. In Form von Erkenntnissen. Manchmal dauert es, bis so ein Geistesblitz aufleuchtet. In meinem Fall hat es über ein Jahr gebraucht. Dafür ist dann gleich ein ganzer Kronleuchter entflammt. Es war/en nie mangelnde Inspiration oder Zeit oder Umstände. Es war die ständige Suche nach Vollkommenheit. Die paradoxerweise all-gegenwärtig war … und ist.

Jeder Moment ist perfekt. Perfekt für mich und alles um mich herum.
Habe ich nichts zu bemängeln – perfekt.
Habe ich etwas zu bemängeln – perfekt. Das Erkennen des Mangels gibt mir die Möglichkeit es zu ändern. Habe ich es geändert und nichts mehr zu bemängeln – perfekt.
SO einfach? Ja! Nur halt nicht immer so leicht, wie es klingt. Weil … Der Moment ist vergänglich. Jetzt ist er vorbei. Und jetzt. Und wieder einer … Vergänglichkeit bedeutet Veränderung. Und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wer kennt diesen bescheuerten Satz nicht. Tatsächlich trifft er auf viele Menschen zu, mich eingeschlossen. Ich bin dabei diese Fesseln zu lösen. Das erfordert Achtsamkeit und Mut. Jeden Tag auf’s Neue. Manchmal werde ich noch rückfällig und versuche es mit Ignoranz … Der Mensch ist ein Gewohnheitstier …

Ich wollte immer ein perfektes Leben. Die ‚Antwort‘ war das Gegenteil die Einladung an mich … zu lernen, warum ich hier bin, welchen Zweck das Alles hat, was LEBEN wirklich bedeutet. GottseiDank. Hier zu SEIN ist eine Entscheidung. Eine, die ich jeden Tag voller Freude und Überzeugung treffen darf: Ich HABE ein VOLLKOMMENES Leben.

JEDEN EINZELNEN MOMENT.



Ein Jahr lang habe ich Beiträge geschrieben, veröffentlicht, wieder verworfen, neu geschrieben. Ein mit Begeisterung und Hingabe verfasster Post erschien mir oft schon am nächsten Tag fad und ausdruckslos, nicht des Lesens wert. Die Kommentare auf Instagram strafen diese Bewertung Lügen, werden doch die Beiträge dort auch noch nach Wochen mit viel Freude gelesen.
Nach langem Ja. Nein. Vielleicht. habe ich mich nun entschieden mutig zu sein, von vorne zu starten, die ständige Selbstkritik bleiben zu lassen für den Anfang lockerer zu nehmen und Veränderungen – insbesondere in meiner Kreativität – zu bejahen.
Einige ältere Artikel werde ich nach und nach wieder online stellen. Und an den töchterlichen Support ergeht eine aktuelle Anfrage, um die technischen Herausforderungen zu meistern, die mir derzeit noch die Nackenhaare querbürsten. Vor allem aber freue ich mich auf all das, was mir einfällt, auf diesem Wege mit Euch zu teilen.



 

WILLKOMMEN AUF MEINEM BLOG

 

Bildquelle: Poster by Desenio

3 Gedanken zu “Ja. Nein. Vielleicht.

  1. Nicci Trallafitti schreibt:

    Liebe Britta,
    ich lese sehr gerne bei dir, habe jetzt ja auch schon irgendwie fast alle Beiträge auf der Startseite durch, und habe dich gerne in meine Blogroll aufgenommen. ❤
    (Das ist natürlich kein "also nimm mich gefälligst auch auf" – wollte es dich einfach wissen lassen)

    Deine Art zu Schreiben gefällt mir richtig gut und ich bin gespannt auf alles was noch kommt.
    Diese Sache mit dem Perfektionismus kenne ich sehr gut, manchmal ist es anstrengend, aber wenn man es so betrachtet wie du
    (Habe ich nichts zu bemängeln – perfekt.
    Habe ich etwas zu bemängeln – perfekt.), dann geht es eigentlich. 🙂

    Danke für den Beitrag. Sehr bereichernd.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    • Barfuß unterm Regenbogen schreibt:

      So liebe Nicci,

      danke für Deine vielen Kommentare. 😍😘 Gaanz kurz auf Deiner Seite war ich schon mal. Für mehr als einen Blick drauf werfen, war aber noch keine Zeit. Hole ich nach. 🙂

      Du bist gespannt, was auf meinem Blog noch alles kommt. ICH auch. 😁 Lassen wir uns doch gemeinsam überraschen.

      Vorerst wünsche ich Dir einen schönen Sonntagabend und komm gut in die neue Woche.

      Liebste Grüße, Britta

      Gefällt 1 Person

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