Entwicklungschancen

Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag Zeit sich zu entfalten.  Und wenn der Montag besch***eiden los geht, kann die Woche nur besser werden.

Der Übergang von Sonntag zu Montag war nahtlos. Genauer gesagt schlaflos. Ich lag also so rum und habe sinniert, was ich tun könnte. Das neue Buch beginnen – das wollte ich schon seit Tagen. Einen Post schreiben – mir sind spontan jede Menge Themen eingefallen. Ein Nutellabrot essen? – DAS wäre echt mal was Neues, ich denke nachts ja an Vieles, aber garantiert nicht ans Essen. Warum eigentlich nicht? Vielleicht hätte es geholfen? Ich werde darüber nachdenken. Und eventuell ausprobieren.
Nichts ist nerviger, als schlafen zu wollen und nicht zu können. Die Deckenprojektion dabei zu beobachten, wie sie moonootoon rote Striche hinter den Betthimmel funkt, kann beruhigend sein. Muss aber nicht.  Als der Wecker 4:30 Uhr endlich losrödelte, war ich bereits bedient. Ganz ohne Kammerzofe.
Und wenn der Montag schon dabei ist, Ar***loch zu spielen, dann natürlich Full House. 5:20 Uhr – ich hatte SAGENHAFTE fünfzig Minuten, um mich mit dem Tag wieder gut zu stellen – begann ein Hubschrauber dauerbeschallend über und um den Ort zu rotieren. Fast eine halbe Stunde lang. Anwohner-Mobbing vom Allerfeinsten. Ich war so dermaßen genervt …

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Wisste Bescheid. ^^ Geht auch noch deutlicher:

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Ich sag mal so. Meine disziplinarische Gesundheitsmaßnahme von maximal drei Tassen Kaffe am Tag hatte sich bereits um Sieben Uhr verabschiedet. Zehn nach Sieben tat die Maus es ihr nach. Nachdem ich erfolglos die vierte (!) Batterie gewechselt hatte, kam ich auf den Gedanken mit Plus und Minus. Jo. Wenn der Göttergatte das liest … Er kündigt mir glatt den technischen Support. Immerhin habe ich ihn deswegen NICHT extra auf der Arbeit angerufen. Ich werde das notfalls erwähnen.
Es gibt einfach so gewisse Dinge, da hab ich ne lange Leitung. Da hilft auch kein WLAN. Seit annähernd achtzehn Jahren ermuntert der Göttergatte mich, die Technik intuitiv zu betrachten. Und ich geb mein Bestes: Klappe auf, Batterie raus, NEUE Batterie rein, Klappe zu. AFFE TOT.  Ehrlich. MAUSetot. Wir kaufen einen Zoo bekommt da einen völlig neuen Ansatz.
Es gab mal vor Jahren eine Situation … Ich wollte musste bügeln – und ich hasse Bügeln. Geht mit Fernsehen besser, dachte ich. Bügelbrett aufgebaut, Eisen startklar gemacht, Wäschekorb daneben drapiert, Fernseher … WO ist der Knopp zum Einschalten? Ich hab das ganze Ding von vorne nach hinten, von oben nach unten abgesucht. ABGETASTET. Ich hab den Knopp nicht gefunden!

 

Aus den Memoiren der B.

September 2002. Die Einschulung von Sohnemann Nummer Eins stand bevor. Das ist für Ehemals-DDR-Bürger traditionell ein großes Familienfest. Family also eingeladen. Mein werter Herr Vater meldete sich per Telefon: Er käme nur, wenn er nicht auf Formel Eins verzichten müsse. Nun ja, damit hätte ich kein Problem, erklärte ich ihm. Allerdings hätten wir keinen Fernseher. Mein Vater war ob dieser Mitteilung derart fassungslos, dass ihm die Worte fehlten. Vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben. Er kam trotzdem. MIT FERNSEHER. Niegelnagelneu. Die Fassungslosigkeit war nun ganz die meine. Und zwar dahingehend, dass MAL EBEN eine Sat-Schüssel aufs Dach musste und diverse Kabel samt Göttergatte und Vater kreuz und quer durch die Wohnung liefen. Dazwischen hoppste die Nachkommenschaft wie bekiffte Duracell-Hasen auf und ab, völlig benebelt von der Aussicht auf nicht Video-konserviertes Kinderfernsehen. High-level-family-life.
Schlussendlich waren alle wieder abgereist. Nur der Fernseher nicht. Sehr zur Freude der Nachkommenschaft, die ihn eiligst zum Lieblings-Familienmitglied erklärte. Bedienungsanleitung? Wer braucht denn sowas?! Fernbedienungstasten drücken – läuft. Ich schnappe mir also an jenem Bügel-Tag die Fernbedienung, drücke eine Taste. Ok, eine andere. Sämtliche. Nix. Dann kam mir die Idee, dass vielleicht erst der Fernseher selbst eingeschaltet werden musste. Ich bin sooo ein Cleverle. NICHT. Weil, ich hab den Knopp ja dann nicht gefunden! Ich hab also überlegt: Mich mit anschwellendem schlechte-Laune-Pegel durch den WäscheBERG zu arbeiten oder den Göttergatten auf der Arbeit anzurufen. Auf die Gefahr hin zu verwitwen, weil er vor Lachen tot vom Stuhl fällt. Shit happens … was muss, das muss. Ringringring …
Der Fernseher hatte selbstverständlich einen Knopf. Hinter einer Klappe. KinderSICHERUNG. Mmmh. Is klar. Sohn Nummer Zwei hat schon im Grundschulalter Passwörter geknackt.

 

Küchengeflüster

Donnerstag saß ich im Büro und schrieb so vor mich hin, da fiel mein Blick auf die Uhr. Oh Zehn Uhr, ich sollte mal frühstücken. Runter in die Küche gewuselt, Blick auf den Tresen. Mist, da war was. Der Göttergatte erwähnte frühmorgens halb Sechs, dass er nicht alles sonst Gewohnte zu meinem Frühstück verbasteln kann, weil nicht vorhanden. Kühlschrank auf. Stimmt. Ziemlich leer. Immerhin waren Eier da.
Schnelle Küche … Ihr wisst. Manchmal hilft ein leerer Kühlschrank nach. Zackig zwei Eier inne Pfanne gekloppt, rauf aufs Brot, frischen Schnittlauch oben rüber. Feddich. Dem Göttergatten schnell ein Beweisfoto Guck-ich-kann-auch-Frühstück geschickt. Und dann hab ich gesehen, was für ein toller Schnappschuss mir gelungen ist. Also fast. Dieses Teller-Rosa … Zu spät. Weil schon uffg’fresse. Aus mir wird kein Foodblogger. Egal. Es zählt: So einfach, so schnell, so lecker. Und viel zu oft zu schnell wieder in Vergessenheit geraten. Deshalb hier als kleiner Gruß aus der Küche. Für alle die, die wie ich ständig die tollen Foodbloggerbilder bewundern und schon bei der Suche nach den Exotenzutaten am Nachkücheln scheitern …

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Und sonst so

Es gibt drei Derzeit’s .
Derzeit (1) sinniere ich über erste Optimierungsmaßnahmen meines Blogs. Nach den ersten Wochen kristallisiert sich so langsam heraus, wie ich hier ticke. Tick Tack. Und in welche Richtung das Ganze sich bewegt. →↑↔↵←

Wenn ich mich auf etwas Neues einlasse, dann weil es mich reizt MICH in dieser Hinsicht auszuprobieren. Kann ich das? Wie GUT kann ich das? Macht mir das Spaß? Was habe ich davon? Was haben ANDERE davon? Alles Fragen, die mir helfen, mich selbst zu er-kennen. Es gibt hin und wieder so Zeiten, da tappe ich diesbezüglich ganz schön im Dustern. Da ist dann nix mit Streichholz. Da braucht’s nen Kronleuchter. Im SPIEGELsaal. Dieser Blog ist quasi mein ganz persönliches High-LIGHT. Und das darf strahlen und funkeln und glitzern, was das Herz hergibt. Wenn … ja wenn da nicht immer diese nervigen Verständnisschwierigkeiten wären. Die Lieblingstochter und der Göttergatte geben ihr Bestes und teilen sich den sprachlichen und technischen Support. Wenn sie denn die Zeit dazu haben. Und das ist für meine Begriffe viel zu selten der Fall. 24/7 ist doch nicht zu viel verlangt? So geht doch das nicht. Immer diese Abhängigkeiten. Ich kann so nicht arbeiten! DAVID … ! DAVID … !!Kennt Ihr David?

Eigentlich geht es ja weniger um David als darum, wie sein Companion nach ihm ruft, seine exaltierte Art. Köstlich. Dieses DAVID! ist so was von identisch mit dem Klang meiner inneren Stimme, die einfach zu gerne ganz und gar empört aufschreit: ICH KANN SO NICHT ARBEITEN! und sich dabei theatralisch die Hand vor die Stirn wirft. Zicke.
Der gewünschte Idealzustand wäre: Ich schreibe und fotografiere. Den Rest macht der Support. Wäre aber doch irgendwie blöd. Dann hat es nämlich nicht mehr viel mit auf Neues einlassen zu tun. Schreiben kann ich, Fotografieren auch. NEU bedeutet, mich mit Englisch und Technik auseinander zu setzen. Ist mir leider erst im Nachgang aufgefallen. Und jetzt ratet mal, was schon lange auf meiner Ziele-Liste ziemlich weit oben rangiert? Englisch (sprechen) und Technik (begreifen). Was ist mir also beim Schreiben dieser Zeilen einmal mehr bewusst geworden? Wenn ich etwas wirklich will, setzt mein Höheres Selbst (das Universum / Gott – jeder nennt es anders) alle Hebel in Bewegung, um mich darin zu unterstützen. Ob mir die Hebel gefallen … Irgendwas ist ja immer. DAVID …!

Derzeit (2) schreibe ich an mehreren Artikeln gleichzeitig. Genau genommen liegen … zu viele in meinen Entwürfen. Plus Ideensammlung. Momentan bin ich bei Puuuhh, sobald mir diese Tatsache bewusst wird. So mindestens einmal am Tag. Oberstes Bestreben ist, daraus kein Aaaaarrgh werden zu lassen. Denn das bedeutet, ich bin mal wieder dem Stress zum Opfer gefallen. Was ziemlich wenig Sinn macht, wenn ich auch deswegen schreibe, weil es mein ANTI-Stress-Programm ist. Ich kann stuuundenlang schreiben. Und darüber vergessen, dass ich essen sollte, trinken, mich bewegen, staubwischen, waschen, einkaufen, kochen und lauter so Dinge. Voll. Der. Stress.

Bei etlichen Buchbloggern lese ich immer wieder, dass sie mehrere Bücher gleichzeitig lesen. Ob das Sinn macht und ob sie dabei nicht den Überblick verlieren und ob das Spaß macht, sind Fragen, die ich bis dato hatte und … die ich hiermit zurück ziehe. Die Antworten lauten Ja und Ja und Ja. Selbst herausgefunden. Beim Schreiben. Mehrerer Artikel. Gleichzeitig.

 

Memo an Billy

Derzeit (3) lese ich Wiedersehen im Café am Rande der Welt, nachdem ich direkt davor Das Café am Rande der Welt beendet habe. John Strelecky ist einer meiner Lieblings-Autoren. Ich habe bis auf sein zuletzt erschienenes Werk alle seine Bücher in meinem Regal. Von meinen meist gelesenen Büchern gehören drei zu ihm, das Café samt Fortsetzung zählen dazu. So weit die Zusammenfassung. Ich kann nämlich auch kurz und knackig. Wenn ich will. Und in diesem Fall will ich deswegen, weil ich die Café-Bücher so wertvoll finde, dass ich ihnen einen eigenen Post widmen werde. Ich weiß noch nicht genau wann. Ich weiß noch nicht mal UNgenau wann. Weil … siehe Derzeit (2)

edf

 

Thank you for the Music

Ist das nicht eine überaus entzückende Variation von Rhiannas sowieso schon bezauberndem Original? Haaach. Könnte ich in Dauerschleife hören.
Das Video hat übrigens auch etwas mit Derzeit (1) zu tun. Was genau verrate ich aber noch nicht.

 

Glitzer! Konfetti! Fanfaren!

Für die Cousine. Samt kleiner family. Und das Wochenende bei ihnen. Es war spontan, nostalgisch, lustig, köstlich. Ein grandioser und überaus sonniger Wochenabschluss, der bewies, dass  bescheiden startende Wochen tatsächlich jede Menge Entwicklungspotential haben.
Und weil es sich lohnt, über das Wochenende ein paar Worte mehr zu verlieren, diese Wochenlaune aber nicht den ohnehin schon weitläufigen Rahmen sprengen soll, ende ich mit einem kleinen Vorgeschmack. #iceicebaby

cof

 

Nach-Gedacht

„Ja, es ist wirklich schön, dass wir mit einem eingebauten Navigationssystem ausgerüstet sind. Schade nur, dass die meisten Leute es abschalten.“

(aus Wiedersehen im Café am Rande der Welt S. 31)

 

In diesem Sinne …habt Ihr alle Euer Navi an? Dann können wir jetzt zielsicher und quietschvergnügt durch die neue Woche steuern. 🖤

 

8 Gedanken zu “Entwicklungschancen

  1. Wiebi Peters schreibt:

    Hi Mum!

    Also ich habe deine Leselaunen jetzt mal etwas genauer betrachtet und muss sagen: Ich mag deine Einteilungen! Vor allem die Memoiren. Kramst du nun jeden Sonntag in deinen Aufzeichnungen der letzten Jahre?
    Wo wir schon dabei sind … „bekiffte Duracell-Hasen“ – ernsthaft?! Ich war vielleicht anstrengend und habe seit 26 Jahren die Gosch nimmer gehalten, aber … hallo?! 😀

    Ich hoffe übrigens sehr, dass du nicht à la DAVID nach dem Göttergatten und der Lieblingstochter schreiend durchs Haus rennst und den Support suchst, wenn der Blog mal wieder ned so will wie du. Obwohl … stell ich mir lustig vor! 😛

    Dein Esse da auf dem rosa Teller sieht auch ganz lecker aus. Da konnte mein Frühstück letzte Woche nicht mithalten. Vor allem nicht, nachdem jemand fast den ganzen Frischkäse leer gemacht hat, den ich auf’s Knäckebrot schmieren wollte. Ich stand vielleicht bedröppelt in der Küche auf Arbeit … Hat grad so gereicht. Für jeden anderen wäre es genug gewesen, aber da ich ja – laut gewissen Personen – zu den „Frischkäse-mit-Knäckebrot-Essern“ gehöre, war es echt knapp.

    Ich wünsche dir eine tolle Woche,
    die Tochter. :*

    Gefällt 1 Person

    • Barfuß unterm Regenbogen schreibt:

      Ja gell?, hab ich wieder vor Kreativität gesprüht. Ich mag die Einteilungen, die irgendwie ja auch ÜBERSCHRIFTEN sind, auch voll gerne. 😅🤣
      Kramen mmmhh, so in etwa. Manches liegt ja nun echt ganz schön lange zurück. Da braucht’s dann wirklich ne Weile, bis ich alles an Daten wieder zusammengekruschelt habe. 🙈 Und ja … HALLO! 😂😂🐰🐰🐰

      Mum á … äh nä … à la DAVID. Eine neue Definition der Kategorie: Beschreibe eine typische Verhaltensweise deiner Mum. 😆

      Wer war denn der Frischkäsedieb? Na der hätte von mir ja Zuckerbrot bekommen. 🤕 Wer greift denn ungefragt in nen Pott eines anderen? tztztz Zustände …
      Und wieso isst Du Knäckebrot? Bist Du etwa auf Diät? Dann denk aber dran, MAGER-Frischkäse zu nehmen, nä. 🤪 Und nur ein Knäcke, alles andere wäre furchtar übertrieben. 😁

      Zuckerküssi (kalorienfrei)
      die Mum 😘

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      • Wiebi Peters schreibt:

        Kalorienfrei. Pff.
        Nein, Knäckebrot, weil halt. Mir ist aktuell danach und mit Käse oder Frischkäse schmeckt das gut und passt für den kleinen Hunger.
        Keine Ahnung, wer der Dieb war. Was soll’s. Karma und so 😉

        Küssi,
        die Tochter.

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  2. André Scheu (@redgelini) schreibt:

    Nun ja, das mit dem Support ist so ne Sache… Der „Scanner“ hat es noch nicht mal in den Blog geschafft. 😉 Dafür hat der Nager ja neue Power á la Durcacell bekommen und kann nun wieder über den Bildschirm flitzen. Die „Ladefunktion“ hab ich ja auch schon aufgegeben.

    Für vocal interessierte Zuhörer mag ja auch das ne interssante Abwechslung sein…..

    Gefällt 1 Person

    • Barfuß unterm Regenbogen schreibt:

      Stimmt, da war ja noch der Scanner. 🤪 Manchmal ist Vergesslichkeit ja doch zu was gut. So erinnere ich mich wenigstens nicht an ALLE Gräuslichkeiten … 😆 Und die Maus, mmhh, ich hab mich so daran gewöhnt, dass sie Freigang hat, da denke ich einfach nicht dran, sie an die Leine zu legen. 🐭

      Ääööhmm, dies hier ist MEIN Blog. 😋😋 Such Dir eigene Zuhörer. Dann kannste sogar liken. 🤣

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