Von A wie Arbeit bis W wie Wellness und dazwischen F wie Ferienlager

Glitzer! Konfetti! Fanfaren!

Für die kürzeste Arbeitswoche. Die meiner Meinung nach unbedingt und umgehend eingeführt werden sollte. Ja, ich weiß, wenn man liebt, was man tut, ist es keine Arbeit. Trotzdem gibt es da für die meisten Menschen noch die weniger geliebte Abhängigkeit von einserseits zu wenigen und andererseits genehmigungspflichtigen Urlaubstagen. Und während ich das Vergnügen habe, Urlaub und Arbeit nicht voneinander trennen zu müssen, da ich meiner Berufung folge, gehört der Göttergatte noch zu der Spezies Urlaubsantragsteller. Brückentage werden bei uns also konsequent ausgenutzt.

Pünktlich Richtung erster Mai machte das schöne Wetter gewohnheitsmäßig die Biege, aber so what! Spontan haben wir statt des geplanten Besuchs der Barocken Gartentage ein bisschen Indoor-Shopping gemacht. Pflanzen passen ins Gärtchen eh keine mehr rein. Und Deko gibt es auch anderswo. Oder schöne Dinge, aus denen ich Deko machen kann.

 

Öfter mal was Neues

Ein bisschen Strandfeeling zum Beispiel. Ratzfatz habe ich die Einkäufe vom Montagvormittag am Nachmittag verbastelt. Und habe mich ganz spontan – kann ich … sogar zweimal an einem Tag –  erstmals an eine DIY-Anleitung  gewagt.

cof

Der leere Bilderrahmen – Ihr erinnert Euch an die letzte Wochenlaune? Da habt Ihr den Beweis …

 

Aus den Memoiren der B.

Am Mittwoch erzählte Sarah derart begeistert von ihrem Blogger-Wohnzimmer-Camping mit Klassenfahrt-Feeling, dass ich mich zwar weniger an meine eigenen Klassenfahrten erinnert fühlte, dafür umso mehr an die Sommerferien. Was habe ich sie geliebt! In der DDR gab es ja kein Ferienzeitensplitting. Ende Juni veließen wir alle mit unseren Zeugnissen die Schulen und kamen erst sagenhafte acht Wochen später mit jeder Menge Erlebnissen zurück. Dazwischen lag die für mich schönste Zeit des Jahres: Ferienlager. Ein Haufen Kids von klein bis groß, nach einer oftmals schon turbulenten Anreise per Zug oder Bus aus der gesamten Republik bunt zusammengewürfelt in meist im oder nahe am Wald stehenden Bungalows mit Doppelstockbetten. Gemeinsames Essen an langen Tafeln in riesigen Speisesälen, Tee in Plastikbechern aus großen Kübeln, Lagerfeuer mit Stockbrot, Bockwürsten und Gitarren/Singen, Nachtwanderungen, Bergfeste mit Siegerehrung von vorher leider stattgefundenen Sportfesten, Stadtausflüge mit ‚Freigang‘, Süßigkeiten aus dem Lagerkiosk – solange das Taschengeld und der Kioskvorrat reichten, Diskos, Federball, Völkerball und Tischtennis – wenn man hatte, sogar mit Kelle, Bastelzeiten – was habe ich in stundenlanger Begeisterung Makramee geklöppelt, Strandtage, Neptunfeste mit zum Würgen schmeckenden Tauf-Cocktails und jeden Abend Quatschen bis spät in die Nacht samt zugehörigem hundertfachen Ruhe jetzt! der Gruppenleiter quer durch’s gesamte Lager. DAS war meine Welt. Das war mein Leben. Bunt und laut und quirlig. Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich dageblieben. Oder hätte alle/s in meinen Koffer gestopft und daheim im Kinderzimmer ausgekippt. Wenn … Immerhin hatte ich dieses wunderbare Vergnügen fast jeden Sommer zweimal, zu Beginn und am Ende der Ferien. Und dafür … DAFÜR … würde ich gern noch mal Kind sein wollen. Das sind Erinnerungen, da geht mir das Herz auf, da fühle ich unendliche Dankbarkeit bis in den kleinen Zeh. Mindestens.
Und bei soviel Gestöber in alten Zeiten habe ich auch tatsächlich noch ein paar Fotos gefunden. Von 1984. Liebe Güte … die haben schon nostalgischen Charme …

 

Memo an Billy

Zurückblickend hatte die Woche noch mehr (N)Ostalgie zu bieten. Gar noch von vor meiner Zeit – 1961. So ist das älteste meiner Bücher datiert. Vorbesitzerin war meine werte Frau Mama höchstselbst, was ich aber trotzdem nur deshalb weiß, weil es, wie früher üblich, im Buchdeckel steht.
Ich hatte neulich für einen anderen Post nach diesem Buch geschaut und es auf meinen Schreibtisch gelegt. Und nach all den Ferienlagererinnerungen, und weil ich das Buch als Kind geliebt habe, war es folglich ein wenn schon (mal in der Hand gehabt) – denn schon (lesen).

Für wen schwimmt Jochen

Vielleicht mochte … und mag … ich das Buch so sehr, weil es mich ein gutes Stück an mich selbst erinnert/e. Jochen, der Hauptprotagonist, ist eigensinnig – ich würde sagen, er weiß, was er will; immer vorneweg – also bummelfrei zielorientiert – und hat zu gerne das Sagen – eine klare eigene Meinung. Und … einen Dickkopf. Summa sumarum alles Qualitäten einer Führungskraft. Und ja – ich glaube, manchmal tut in dieser Rolle auch ein Dickkopf not. Ich rede hier nicht von mit dem Kopf durch die Wand, sondern von dem absoluten Vertrauen in sich selbst, das Richtige zu tun. In den Augen so manch eines Erwachsenen sind solche Kinder Quertreiber. Selbst meine Mutter konnte sich oft nicht verkneifen, genervt zu fragen: Was glaubst du eigentlich, wer du bist? Na ganz einfach: ICH. Weiß ich. Heute. Als Kind habe ich mich allerdings von dieser Frage immer mal wieder verunsichern lassen. Nie für lange. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und eines Tages, der Stein war seit Jahren trocken, stieg aus seiner Kerbung

 

Die alles entscheidende Frage

auf, die mein inzwischen dreißigjähriges Leben vollständig auf den Kopf stellte: Wer bin ich eigentlich?!
DIES sollte die zentrale Frage des und jedes Lebens sein. Nicht erst, wenn wir als Erwachsene darüber stolpern, weil das Leben uns soviel abverlangt, dass wir nicht mehr mithalten können. Sie sollte der Mittelpunkt bereits jedes Krippen- und Kindergartentages, jeder Schul – und Ausbildungsstunde, jeder Freizeitbschäftigung sein. Darauf ausgerichtet, uns in unserer Einzigartigkeit zu fördern, statt uns in eine gesellschaftskonforme Schablone zu pressen.

Literatur ist dabei ein wertvolles Hilfsmittel – sowohl in die eine als auch andere Richtung. Ich glaube fast nicht, dass obiges zeitgenössisches Buch irgendein Kind von heute noch vom Hocker reißen würde. Obwohl gerade das nicht nur sinnvoll, sondern bei so manch einem gar gesundheitsfördernd wäre. Ich meine nicht nur die Bewegung abwärts der zwei Daumen. Ein bisschen mehr Teamgeist und Loyalität, Einsatz und Uneigennützigkeit und wir hätten vermutlich ein paar Probleme weniger an unseren Schulen und auf den Straßen. Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich, dass Kinder- und Jugendbücher von früher der viel interessantere Geschichts- und Ethikunterricht wären. Fachübergreifendes Lernen. Gibt es. Mit Sinn dahinter wäre prima. Von wegen der Einzigartigkeit …

 

Thank you for the Music

Dass Altes alles andere als überholt und langweilig ist, lässt sich in so unendlich vielen Dingen zeigen und beweisen. Und einen ganz eigenen, ganz besonderen Charme versprüht die gemeinsame Sache von Vergangenheit und Gegenwart. Vielleicht ja deshalb, weil die gute alte Zeit immer auch Bestandteil unserer jetzigen Zeit ist.

 

Und sonst so?

Ein paar neue Poster sind angekommen. Schon wieder. Das längste Projekt aller Zeiten schafft es möglicherweise tatsächlich noch in diesem Haus zum Ende zu kommen. Die Spannung steigt. Inzwischen auch dahingehend, ob eventuell und letztendlich zwar jeder Rahmen ein Bild, aber nicht jedes Bild einen Rahmen hat. Fiel doch neulich mordsmäßig scheppernd – ich stand schlagartig atemlos und strammer als ein Zinnsoldat in meinem Waschraum und hoffte, dass nicht grad das Haus über mir zusammenbräche –  der größte Rahmen des Hauses einfach von der Wand. Als wäre es nicht schlimm genug, dass es den Göttergatten und mich, im wahrsten Sinne des Wortes, bildlich zu Boden riss, war dies mit 110×80 cm nun ausgerechnet ein Maß, das einerseits nicht mehr in des blau-gelben-Schweden Sortiment existiert, andererseits exakt in unsere Wohnzimmergalerie eingepaßt war. Nun ja. Immerhin hatte der Status Projekt | Bilder | Wohnzimmer | abgeschlossen für zwei oder drei Wochen Bestand …

Dafür konnte ich mein Projekt Kräutergarten die Woche beenden.

cof

Okayyy, beendet heißt, wie sich auch hier herausstellte, nicht zwangsläufig fertig. Die Regale sind aufgebaut. Die Kräuter in die Kisten gepflanzt. Und die Kisten in die Regale einsortiert. Ein bisschen Deko dazu – wirklich hübsch anzusehen das Gesamtkunstwerk. Bis mein Blick auf die, sich etwa zehn Zentimeter dahinter befindlichen, bodentiefen Fensterscheiben fiel und mein Geist in diesem Moment ein Blitz durchfuhr: Wie soll ich die putzen? – Gar nicht!, war der erste Gedanke. Draußen das Kräuterregal, drinnen bis zur gleichen Höhe eine Kommode – da sieht kein Mensch den Dreck. GEwissen kommt aber von Wissen und nicht von Nichtsehen. Ich habe mich also nach eingehenden Überlegungen des Für und Wider mit mir selbst geeinigt: Einmal im Jahr wird das Bauwerk zerlegt, die Fenster geputzt und alles wieder zusammengepuzzelt. Start übernächstes Wochenende. Fragt mal, wen bei dieser Info eine unbändige Vor-Freude überkam?

Zum Glück hat Jenigerwelcher umfangreiche Übung in Vorfreude. Der Göttergatte ist quasi IMMER in Vorfreude auf Irgendwas. Diese Woche auf die Klärung der Frage: Wie hieß der noch mal?Thanos. Ja, es war soweit. Freitag haben wir nun auch an der Jagd auf die Infiniy-Steine teilgenommen. Was für ein Spektakel! Und wohlweislich nur in 2D. Ich bin eh nur in seltenen Fällen ein Freund von 3D. Aber selbst der Göttergatte war in mindestens einer Szene froh über unsere Wahl. Und das will was heißen.
Uns war ja schon im Vorfeld zu Ohren gekommen, dass es ratsam wäre, die achtzehn voran gegangenen Marvel-Filme zu kennen. Dass es schon so viele sind, war mir gar nicht bewusst. Noch verblüffter war ich, als der Göttergatte die Titel aufzählte. Bis auf die, dem Netz zufolge wohl eher unrühmliche, Geschichte des unglaublichen Hulk kennen wir tatsächlich alle. Das ist ja schon ein bisschen verrückt. Genauso wie manches Aufeinandertreffen der Marvel-Helden im aktuellen Zusammenspiel oder die universellen Folgen, die sich aus Thanos Treiben ergeben. Das Ende ist nicht absehbar, muss will Marvel uns doch erst noch ein paar dafür wichtige neue Details erzählen. Wir haben indessen mal überschlagen, dass wir uns in einem weniger als vierwöchentlichen Abstand die Superhelden mit Chips und Schokoladeneis garniert zu Gemüte führen sollten, sofern wir es schaffen wollen, uns des Grand Finale würdig zu erweisen. Die Marvel-Zeitrechnung auf einem völlig neuen Level. Die Gewichtsrechnung vermutlich auch …

Dann gab es heute das erste Terrassenfrühstück des Jahres. Juhu! Ich liebe es draußen zu sitzen, hin und wieder die Vögel fröhlich zwitschern zu hören … wenn denn mal KEIN Auto über die nahe gelegene Bundesstraße donnert – Ich: Fünfzig? Der Göttergatte: Hat der locker!, zuzusehen, wie die Sonne langsam um die Ecke in unser Gärtchen wandert, während der Göttergatte sie leicht fröstelnd Ich hol mir keine Jacke! anfeuert: Los, mach hinne!! und dabei in aller Ruhe Gelassenheit die vielen kleinen, von ihm zubereiteten, Köstlichkeiten zu genießen. Schatz, du hast den Löffel für den Quark vergessen.
Zwischendrin – was auch immer von den auf dem Tisch befindlichen Dingen ihn inspirierte?! – bemerkte der Göttergatte, dass heute doch ein Wochenrückblick dran wäre. Kann ich den schon lesen? – Ich muss den erst mal schreiben.
Damit ich das auch ja nicht vergaß, erinnerte er mich nach dem Kaffeetrinken liebevoll. Willst du den Post auf der Terrasse schreiben? 

cof

Bloggen mit Aussicht. Mache ich jetzt öfter. Voll toll. Wo ich doch unser Gärtchen so liebe. Und noch viel mehr, weil wir es ganz frisch beblümelt haben.

Dann kann ich das Angenehme mit dem Nützlichen Angenehmen verbinden. Wellness-Bloggen. Das hat doch was. Ich bin jetzt Wellness-Blogger! Es hat übrigens noch Platz auf der Terrasse. Falls jemand mitbloggen möchte. Käffchen inklusive. Vielleicht auch Kuchen. Oder Keks. Ich sollte unbedingt mal wieder backen. Für’s Küchengeflüster. Also zumindest für den Urlaub, der nächsten Freitag beginnt. Vorfreudemodus läuft schon. Nicht nur beim Göttergatten. Auch wenn sich unser Abend heute irgendwie so anfühlt, als wären wir bereits mittendrin: Käffchen, Kerze, (Mai)Käfergebrumm.

mde

bsh

In diesem Sinne wünsche ich Euch und uns eine entspannte, sonnige Woche voller Annehmlichkeiten und besonders schöner Dinge. 🖤

 

Nach-Gedacht

„Vergangenheit ist Geschichte.
Die Zukunft ein Geheimnis.
Doch jeder Augenblick ist ein Geschenk.“

(Ina Deter)

 

 

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