KlangFarben

Ich habe einen Fan. Vielleicht sogar den einen oder anderen … heimlichen … mehr. Aber den einen ganz sicher. Er ist mein allergrößter Fan überhaupt. Und mein Göttergatte. Er liebt, wenn und dass ich schreibe. Ob ich auf Insta meine Bilder betexte oder hier meine Texte bebilder – egal. Hauptsache ich schreibe. Anfangs lief das dann in etwa so ab: Hatte ich ungefähr vierundzwanzig Stunden, plus minus drei Minuten … nix online gestellt, dann konnte ich mich auf die Frage gefasst machen: Und? Hast du was geschrieben? Hast du? Hast du?! Gemeint war eher: Hast du was gepostet? Was gibt es Lustiges zu lesen? Inzwischen weiß er, dass Niedertippseln nicht gleich Posten bedeutet. Ich lasse mir viel Zeit beim Schreiben. Und fast immer fallen mir dabei so viele zusätzliche Details oder interessante Ergänzungen ein → → Der Göttergatte kann übrigens beim (Zehnfinger!!)Tippen in der Weltgeschichte rumgucken, das fasziniert mich auch nach achtzehn Jahren noch. ← ← dass ich irgendwann merke, das wird so nix … das braucht einen eigenen Beitrag. Also neue Ausrichtung, Sortierung, Anpassung. Neuer Absatz, und schon geht der Spaß von vorne los … Mittlerweile habe ich eine Themensammlung – ich brauche mir auf Monate keine Gedanken darüber machen, was ich schreiben könnte. Wenn ich denn mal dazu käme, einen dieser angefangenen Texte zu beenden. Irgendwie beißt sich die Maus genau da in den Schwanz. Ich bin ja beinahe schon froh, dass ich die Wochenlaunen zustande bringe. Und wass stelle ich gerade fest? Bingo! Ich hab den Göttergatten einfach mit seiner Frage stehen lassen und bin schon wieder auf textlichen Abwegen unterwegs. Ich sammel ihn mal fix wieder ein, bevor er sich nachher beim Lesen in meinem Worte-Dschungel verirrt. Jumanji trommelt schon. Aaalso … sobald der Göttergatte erfährt, dass ich etwas online gestellt habe, ergreift er die nächstbeste Gelegenheit: Rechner oder Handy an, Post auf und … ERST MAL scrollen. Und scrollen. Und … Boah, is ja voll viel (Text). Immer. Ich schwör. Nur inzwischen sagt er es vorsichtshalber nicht mehr laut. Der Göttergatte ist halt ein Bildergucker und Texthörer. Dass er meine Beiträge liest, nehme ich als liebevolle Liebeserklärung. Nebenher erfährt er praktischerweise auch noch all die Dinge, die sonst an ihm vorbei gehen. Weil er erstens zu viel arbeitet, zweitens … zum Glück … nicht in meinen Kopf gucken kann und drittens … nun jaa … ein Mann ist.

Letzten Sonntag – der Göttergatte hatte gerade die aktuelle Wochenlaune gelesen – druckste er rum. Ich wäre eher so gemäßigt in meiner Schreibweise. – Gemäßigt? Ich musste ein paar mal nachhaken, um zu verstehen, worauf er hinaus wollte. Präziser Wortgebrauch. Wäre hilfreich gewesen. Der Göttergatte/Fan hatte allerdings das dringende Bedürfnis nicht falsch verstanden zu werden mir nicht auf die Füße zu treten: Du schreibst sonst eher so plapperig. – PLAPPERIG? Das klang nun wenig schmeichelhaft. Ja, so bisschen wie Klatsch und Tratsch. – Okayyy … hörte sich auch nicht unbedingt besser an, ich hatte da aber so eine Ahnung, worauf er hinaus wollte. Und nach eingehender Überlegung stimmte ich zu. Zumindest dahingehend, dass mein Schreibstil letzten Sonntag eher gemäßigt war. Was der Themenwahl Memo an Billy geschuldet war. Meine Textabschnitte stehen selten getrennt voneinander, sondern gehen meist ineinander über. Beim Schreiben lese ich mehrmals Korrektur hinsichtlich des Leseflusses. Und passe meinen Stil entsprechend an. Ein Thema, das mir besonders wichtig ist, eventuell sogar gesellschaftskritisch, läuft mir dann nicht immer gewohnt fluffig durch die Finger. Manchmal ist Mäßigung der einzige sich ergebende … richtige Ton, der die Musik macht. Manchmal klingt das Leben in Moll einfach stimmiger.

 

Memo an Billy

Manchmal klingt selbst ein Buch in Moll. Wie Das tiefe Blau der Worte. Ein unvergleichliches Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte, das mich vom ersten Satz an verzauberte und wo selbst das Ende, obwohl ich es anders erwartete und erwünschte, nichts von seiner Brillianz verlor. Jedes Wort eine Note, die sich Satz für Satz zu einer wunderschönen Melodie verweben und eine bezaubernde Ode an das geschriebene Wort, das Leben und die Liebe im Herzen des Lesers erklingen lassen. Poesie-Sinfonie.

Die Lieblingstochter hatte vor einiger Zeit davon geschwärmt, und wenn es nicht schon längst beschlossene Sache gewesen wäre, hätten mich spätestens ihre fünf Gründe, das Buch zu lesen, überzeugt.

Eine etwas andere Vorstellung des Buches gibt es außerdem bei Trallafittibooks.

 

Thank you for the Music

Vertonte Poesie.
Zum Rauf- und Runterhören.
Eines der Lieder, bei denen ich wünschte, das Original zu verstehen. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die ursprüngliche Aussage, die Seele der Worte, bei der Übersetzung ins Deutsche auf der Strecke geblieben ist. Nichtsdestotrotz ist es ein Lieblingslied. Frei nach Antoine de Saint-Exupéry: Man hört nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Ohren unhörbar.

 

Und sonst so?

Wenn ich meine eigene Wochenlaune endlich beendet habe, stöbere ich gerne in den Rückblicken anderer Blogger. Ich finde es unglaublich spannend zu erfahren, wie ein und dieselbe Woche anderswo wahrgenommen wird, wie die Tage dort verliefen, was sie an Wundern oder mitunter auch kleineren und mittleren Katastrophen hervorgebracht haben. Wie unterschiedlich die Aufmerksamkeit auf die alltäglichen Dinge gelegt wird, welche immense Bedeutung jemand einem gesellschaftlichen oder globalen Thema beimisst, während es von anderen nicht einmal erwähnt wird. Auch die verschiedenen Arten der Darstellung sind interessant. Zeige mir deinen Blog und ich sage dir, wer du bist. Gibt’s da eigentlich schon ’ne Doktorarbeit zu? … Wie ich also letzten Sonntag so von Blog zu Blog hüpfe, lande ich irgendwann bei Sarah, deren blaue Haare so dermaßen hervorstechen, dass ich mich jedesmal frage, wie oft am Tag sie genau darauf angesprochen wird. Direkt danach fand ich mich bei Becca wieder – grün ja grün sind alle meine ihre Haare – giftig leuchtend noch dazu. Höchst amüsiert von der blau-grünen Farbfolge hopste ich weiter zu Jill und … HUCH! … Lilapink, oder so ähnlich, kreischte mir ohne Vorwarnung entgegen. Jill hatte sich ganz offensichtlich für eine neue Haarfarbe begeistert, und an mir war das irgendwie vorbeigegangen. Nun bin ich ja durchaus so einige Farbeskalationen gewohnt – die Lieblingstochter hätte in ihrer bunten Phase vermutlich am liebsten den Regenbogen in ihre Haarpracht geklöppelt – aber dieses blau – grün – pinke Zufalls-Trio … Mädels, you made my day sunday evening!

Themenwechsel. Ohne Überleitung. Dafür mit Ankündigung … Ich bin nicht unbedingt ne Shopping-Queen. So etwa einmal im Jahr überkommt es mich, da bin ich nicht kaum zu bremsen und kaufe mit Wonne Klamotten und Tüddelkram und vielleicht sogar Schuhe. Ansonsten treibt mich eher der Kleider- und Schuhe-Notstand in die Geschäfte. Was ziehe ich an? ist in meiner Ankleide eine Frage der Auswahl im doppelten Sinne. Noch weniger mag ich Einkäufe im Supermarkt. Es macht mich einfach kirre, wenn ich vor zweiunddreißig Arten Nudeln, achtzehn Sorten Saure Gurken, zwölf  Varianten Yogi Tea, … stehe und danach suchen muss, welche davon ICH will. Wenn dann auch noch eine, von den Supermärkten heißgeliebten, Wir-zeigen-unseren-Kunden-mal-was-wir-sonst-noch-alles-im-Soriment-haben-Umräumaktionen stattgefunden hat, die selbst das spärliche und zwischen den Regalen gut versteckte Service-Personal ratlos mit den Schultern zucken lässt, werd ich so dermaßen zur Diva, da hilft nicht mal mehr ’ne ganze Packung Snickers. Der Göttergatte ist da deutlich entspannter unterwegs. Deshalb geht ER einkaufen. Er findet mühelos selbst die Sachen, die ich trotz wiederholter Zick-Zack-Läufe und viel gutem Willen partout nicht in den heimischen Vorratsschrank befördern konnte. Dafür kommt er gerne mal mit Dingen wieder, die mich nicht nur an seinem, sondern ganz allgemein am Verstand der Menschheit zweifeln lassen.
Standen neulich Feuchttücher auf dem Einkaufszettel. Die für den Poppes. Die keiner weiteren Erläuterung bedurften, alldieweil der Göttergatte selbige vor nicht allzulanger Zeit erst übers Kassenband fahren ließ. Als der Einkaufskorb zuhause eintrudelte, scannte mein Blick umgehend eine ungewohnte Verpackungsfarbe: Das sind die falschen Feuchttücher. – Was?! Wieso? Die hatten wir doch beim letzten Mal auch?, hielt mein Einkäufer dagegen. Ganz sicher nicht, klärte ich ihn auf, Jasmin und grüner Tee gehören in die TASSE … und nicht an den Hintern …
WAS rauchen diese ProduktDESIGNER ?

18_19_12

Quelle: Cottonelle.de

Freitag ging es ab-in-den-Urlaub.be, was übrigens auch der Grund für die verspätete Wochenlaune ist. Irgendwie scheine ich im Urlaub weniger Zeit zum Bloggen zu haben. Es gibt da einfach zu viel Nichtstun zu tun … Und weil ich im Vorfeld nie weiß, auf welches Nichts ich in den freien Tagen Lust habe, sammle ich vor dem Einpacken für alle Eventualitäten diverse Stapel zusammen.

edf

Der Göttergatte warf im Vorbeigehen einen kurzen Blick auf jenen hier: Und was willst du am zweiten Abend lesen? Ich kenne seinen trockenen Humor. Und ich liebe ihn. Aber manchmal erwischt er mich doch fies von hinten. Ich habe ernsthaft überlegt, ob ich noch mehr Literatur brauche. Sieben Tage Urlaub … ^^

Vorher gab es aber noch

 

Glitzer! Konfetti! Fanfaren!

Für die Herren der Schöpfung. Und ihren höchstpersönlichen Feiertag. Vatertag … oder Herrentag, je nachdem, wo die Wesen dieser Spezies sich zugehörig fühlen. Manch einer durfte sich doppelt feiern, andere wiederum täten besser daran diesbezüglich mehr SEIN als Schein an den Tag zu legen. Und zwar an jedem einzelnen Tag.

Der Göttergatte wurde gefeiert. Als Mann und als Papa. Mit all seinen Macken und Sperenzchen. Die ihn ja eigentlich erst einzigartig machen. Genau genommen feiern wir ihn täglich.

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Gut … manchmal ohne Konfetti und mit mehr Fanfaren … eher so Katerstimmung. Aber auch das gehört zur Party dazu.
Der Göttergatte fällt in Vielem völlig aus dem Rahmen. (Deswegen passen wir auch prima zusammen.) So bissle klischeehaft ist er dennoch unterwegs. Hin und wieder. Aber selbst dann bittschön immer mit der höchsteigenen Note. Sprich: Je verrückter, desto besser. Spaßfaktor für alle Beteiligten inbegriffen. Die Lieblingstochter und ich haben uns vor ein paar Jahren auf ganz besondere Shoppingtour durch den Supermarkt begeben. Regal für Regal bummelten wir kichernd, gackernd und juchzend durch das Angebot, Ausschau haltend nach allem, was schräg genug war, dass es eines Göttergatten/Papa Geburtstag würdig war. Schlussendlich hatten wir Lachmuskelkater und einen Korb voller skuriler Dinge, von denen wir bis dato teilweise gar nicht wussten, dass es sie gibt und von denen wir unter normalen Umständen wohl auch nie erfahren hätten. Das Geburtstags-Unboxing war dann ein riesen Gaudi für die gesamte Family. Wenn der Göttergatte auspackt, kann Mr. Bean einpacken …

Seit geraumer Zeit nutzen wir familienintern eine Online-Wunschgalerie. Schützt vor unliebsamen Fehlkäufen samt beidseitig einhergehenden Gesichtsverlängerungen. Finden alle voll toll. Und funktioniert nicht. nur, sofern ICH rechtzeitig daran erinnere, die Listen zu aktualisieren. Was jetzt nicht so spektakulär klingt. Diese Bezeichnung aber allemal verdient hätte. Es hat sich nämlich ziemlich schnell als jahresfüllende Aufgabe zu erkennen gegeben: Geburtstage, Ostern, Nikolaus, Weihnachten, Kindertag, Vatertag, Tage mit besonderem Anlass – an alles will gedacht werden und zwar möglichst rechtzeitig und jeweils für ein bis vier Personen. Hätte Whatsapp eine Spamfunktion, ich müsste diese Erinnerungen verschlüsselt senden.
Der Mai hat es ganz besonders in sich. Die Lieblingstochter hat Geburtstag, ebenso meine werte Frau Mama, Schwester- und Bruderherz; außerdem ist Vatertag, Muttertag und unser Hochzeitstag. Da komme selbst ich ins Schleudern. Irgendwas rutscht mir mindestens von der Dran-denken-Liste. Jedes Jahr mit schöner Regelmäßigkeit. Dieses Jahr erwischte es den Vatertag.
Montagabend flötete der Göttergatte unversehens und stolz, er hätte seine Wunschliste aktualisiert. Alarmglocken an Hirn: Was da los?! Meine Synapsen funken in solchen Situationen ganze Feuerwerke. Fixer Blick auf des Göttergatten Liste – immer sehr überschaubar und das meiste von der Kategorie Socken. Neejj, er wünscht sich keine Socken, aber Dinge, die – für mich – sockenähnlich sind, also im Sinne von So was schenke ich nicht. Neuhinzugekommenes? Zwei Shirts. Immerhin. Von seinem Fußballverein. Mit WAF – Woman Acceptance Factor. Jaaa, wir kennen uns … Blitzschnelle Überlegung meinerseits: Bestellung geht frühestens Dienstag raus. Kein Amazon – kein Prime. Mittwoch muss es da sein, da Donnerstag besagter (Feier)Tag ist. Okayyy. Dann mal los. Liebes Universum – Bestellung an dich! 

Was bleibt zu sagen? Die Lieferung kam wie bestellt, nämlich pünktlich. Herrentagskonformes Beiwerk noch dazu – feddich. Der Göttergatte war ist happy, ich bin es auch. HOCH soll er leben!

edf

cof

Kommenden Sonntag gibt es dann ein familiäres Sammelsurium fast aller genannten Mai-Feierlichkeiten. Lieblingstochtergeburtstag, Vatertag, Muttertag, Hochzeitstag. So ein Urlaub kann ziemlich praktische Nebenwirkungen haben. EIN Happening – alles erledigt.

Die Wochenlaune ist es hiermit auch. Haken dran und ab damit.

Ich wünsche Euch eine sonnige wonnige Woche.

 

🖤lichst, Britta

 

Nach-Gedacht

„Er nimmt Teile der Welt, hält sie mir hin und sagt:
Siehst du? Das ist schön.“

(Rachel | Das tiefe Blau der Worte | Seite 270)

 

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