Sechster Dezember

Morgenb1

Hand auf’s Herz: WER hat Stiefel geputzt? Lebt diese Tradition überhaupt noch, oder ist sie eine von der ausgestorbenen Sorte?
Nachdem ich mir gestern Morgen so ein klitzekleines büschn meinen Dekorationsfrust von der Seele geschrieben hatte, marschierte ich beschwingt die Treppe hinunter und blieb an meinen Stiefeln hängen. Mit meinem Blick. Wohlgemerkt. Dem, in Hinsicht auf den bevorstehenden Nikolaustag, flausiger Gedanken-Ping-Pong folgten: Welche stelle ich denn hin? – Wie welche? Alle natürlich.

mde

Gedacht, getan. Perfekt. Aller guten Dinge sind drei. Wobei … Ach, wenn schon, denn schon. Mal sehen, was der Göttergatte so sagt.

mde

Jaaa, ich hab das so was Biestiges im Blut. Das war schon immer so, und von daher tut  der Göttergatte auch gut daran, immer auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Allerdings … Da war ja die Sache mit dem Adventskalender.

mde

Im Ergebnis ein kuchensüßer erster und küchendienstfreier zweiter Dezember. Das sah nach einem verdammt spannenden Advent aus. Dieses Licht schien dem Göttergatten leider auch aufgegangen zu sein, denn am Morgen des Dritten hielt er sich schwer bedeckt. Ja natürlich hab ich nachgefragt. Ich bin schließlich lernfähig. Vermutlich hing er nach zwei Tagen schon angeschlagen in den Seilen und brauchte Zeit zum Überlegen, wie er aus dieser Sache ohne noch größeren Aufwand heil wieder rauskäme. Und was soll ich sagen? Ich habe jetzt eine AdventsBOX. Ausschließlich befüllt mit gesunden Lieblingsleckereien. Guuut, es ginge auch noch gesünder. Aber mal ehrlich. Kohlrabi, Chicoree und Co. machen sich doch irgendwie nur halb so gut zwischen Kerzen, Kugeln und Gedöns.

cof

Und eigentlich – so verriet mir der Göttergatte – sollten noch Choco Crossies mit dazu, die aber partout nicht aufzufinden waren, obwohl er doch erst vor ein paar Tagen zwei Packungen eingekauft hätte? Frau kann ja in so Männerblicke einiges hineindeuten, aber hey! ich hab die in diesem Fall nicht gegessen. Die stecken nämlich in den Kalendern von Kind und Kegel. Ich schwör!
Nachdem dies geklärt war, schaute der Göttergatte wieder stolz aus dem Kragen. Und erleichtert. VOR ALLEM erleichtert: Gottseidank erledigt! Mal so unter uns … Mädels. Da konnte ich doch unmöglich mit den aufgestellten Stiefeln ums Eck kommen. Im Fünf-Tage-Rhythmus demoralisiert zu werden, verkraftet nicht mal der Göttergatte. Er hätt‘ sich die Kugel gegeben. Und wer schenkt mir dann was zu Weihnachten?!

Nikolaus war also abgehakt. Nächstes Jahr = neues Jahr = neues Glück. So der Gedanke. Nun, auch ich unterliege hin und wieder dem Irrtum. Ich gebe es ungern zu, aber jaa, es passiert. Hab ich doch tatsächlich die Rechnung ohne den Göttergatten gemacht. Mit anderen Worten: Er war auf diese Eventualität Nikolaus vorbereitet! Und ich bin immer noch unschlüssig, was mich mehr beeindruckt. Diese Tatsache an sich oder des Göttergatten umfangreiche Gedanken zu meinem Geschenk, die er mir vorhin noch fix verriet, bevor er sich auf den Weg ins Geschäft machte. Genau genommen ist es ja egal. Auf jeden Fall weiß ich jetzt schon, womit ich meinen Nachmittag verbringe.

mde

Ich werde es mir in meinem Sessel gemütlich machen. Mit Kerzen und Tee. Und dann vertiefe ich mich in den die Flow. Ich freu mich drauf! Ach ja, und die Choco Crossies haben auch noch zu mir gefunden. Es ist zwar die falsche Sorte, aber so what!

5

Kommt brav fröhlich durch den Tag
und genießt,
was auch immer in Euren Stiefeln war.

 

 

Britta

 

2 Gedanken zu “Sechster Dezember

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