Zweiundzwanzigster Dezember

Morgenb1

Zweimal werden wir noch wach … Und ich fühle mich irgendwie immer noch nicht so richtig weihnachtlich. Das kann nur am Schnee liegen. Also am fehlenden. Er war ja nur mal kurz auf Stippvisite da.

 

 

Gut … bei den aktuellen Temperaturen … wir sind ja näher an der Badebüx als an nem Ski-Overall. Nur dafür kann ich nix. Ich schwör. Und alles andere hab ich brav abgearbeitet: In den letzten Tagen gab es eine Überdosis Weihnachtslieder –  Driving home for Christmas, weil: Santa Claus is coming to town, um Rockin‘ around the Chritsmas Tree, so wie Last Christmas und all die Jahre davor. I’m dreaming of a white Christmas – rund um die Uhr, ehrlich! Ich hab alle My favorite things auf die Einkaufsliste gesetzt, nach Rudolph the red-nosed reindeer Ausschau gehalten … aber das hat sich nicht blicken lassen … und sogar unter dem Mistletoe geküsst. Natürlich nur den Göttergatten und ihm mit Augenaufschlag beteuert: All I want for Christmas is you. Von ein paar Kleinigkeiten abgesehen, aber die gibt es dann in der Holy Night. Und wehe nicht. Kinners, ich hab alles gegeben, die Jingle bells nur so in meinen Ohren!

 

 

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Ich habe auch tatsächlich noch Plätzchen gebacken, die aus der Kategorie Last-Minute-Rezepte; und weil die so grandios einfach und fix gehen, sogar eine Sorte mehr als geplant – in Summe also drei. Yayyy. Kann man durchaus als Weihnachtsbäckerei gelten lassen. War halt eine kleine Bäckerei. So ein-Frau-Betrieb-mäßig. Und nebenher lauthals gesungen: Butter, Mehl und Milch verrührenzwischendurch einmal probieren … hmmm lecker … eine riesengroße Kleckerei …und was für eine … Sind die Finger rein?, du Schwein … ja eyy, der Teig bebbt halt an den Fingern … zwischendurch einmal probieren … doppelt hält besser … warten wir gespannt – verbrannt … ne, nix is, für sowas is keine Zeit!

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Die letzten Wichteltüten hab ich befüllt und fast vollständig verteilt, die Guten Gaben für Geschwister und Schwieger/Eltern verschickt bzw. höchstpersönlich geliefert: Merry Christmas!, die Weihnachtsgeschenke für Göttergatte und Nachkommenschaft vollzählig und liebevoll aufgehübscht eingepackt. Und dann den ganzen Papierkram und das Schleifengedöns wieder in den Keller geschmissen fein säuberlich aufgeräumt.

cofedf

Selbst der Weihnachtseinkauf ist bis auf die Frischware erledigt, der Göttergatte musste auch nur zweimal zurück in den Supermarkt – irgendwas fehlt doch immer, trotz ellenlangem sorgfältigstem Einkaufszettel.

cofcof

Der Plan für die Feiertage steht auch schon – ganz viel Nixtun, gefüllt mit Gesellschaftsspielen, Lesen, Nachdenken … also so in-mich-gehen – vielleicht finde ich ein paar gute Vorsätze Ideen für nächstes Jahr, spazieren gehen, Tee trinken, Schokolade essen und andere leckere Sachen und natürlich nicht zu vergessen – Aschenbrödel. Diese Stiefmutter ist unglaublich … selbst nach hundertfacher Wiederholung absolut lernresistent.

 

 

cofedf

Hab ich irgendwas vergessen? Ich glaube nicht. Ach ja, doch – auf dem Weihnachtsmarkt waren wir natürlich auch. Zweimal sogar. Okay … anderthalb Mal. Der erste Besuch war ein … ööhm, nennen wir’s … Versuch. Die Lieblingstochter hatte kurzfristig beschlossen, letzten Samstag den Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg zu besuchen. Kurzerhand haben der Göttergatte und ich auf der Rückreise von der schwiegerelterlichen Bescherung die Sohnemänner eingesammelt: Weihnachtsmarkt in Familie. So war jedenfalls der Plan. Hingekommen sind wir auch, inklusive Anfahrt mit gratis Trainingseinheit für Gelassenheit und der Möglichkeit, den Online-Straßenkartendienst auf seine Aktualität zu überprüfen, dank beinahe endlos dauernder Parkplatzsuche. Es war halt der erste Samstag im Advent mit halbwegs brauchbarem Wetter für einen längeren trockenen Aufenthalt im Freien. Und dass wir diesen Gedanken garantiert nicht alleine hatten, darauf waren wir auch vorbereitet. Nicht aber, dass quasi kein Durchkommen mehr war. Dass sich in solch einem Chaos sechs Personen nicht aus den Augen verlieren, hätte folglich an ein Wunder gegrenzt, weshalb wir uns auch gleich zu Beginn bewusst aufteilten, nur um uns kurze Zeit später alle an der selben Imbissbude wieder zutreffen, mit dem gleichen Gedanken: Erst mal eine Stärkung. Und für die Motivation einen Schnaps. Die hatte sich nämlich schon auf leisen Sohlen davon gemacht. Wir konnten sie in dem Gewusel auch nimmer ausfindig machen. Also taten wir es ihr alsbald nach.

 

 

sdr

Am Dienstag wagten der Göttergatte und ich es erneut. Wir spekulierten, dass es unter der Woche am frühen Abend deutlich ruhiger sein könnte – und wir sollten Recht bekommen. Es war nicht nur deutlich angenehmer zu laufen, wir konnten es fast schon schlendern nennen. Ein paar Mitnimmsel, Schoko-Crêpes, heiße Maroni und Schneeballen-Nachschub – ein Bummel ganz zu unserer Zufriedenheit.

cof

 

 

Ich habe also wirklich alles gegeben für weihnachtliches Feeling. Aber gut. So ein bisschen Zeit ist ja noch – ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht finde ich es ja im Laufe des Tages. Versteckt in unserer zauberhaften Ferienwohnung, in der wir heute in aller Hergottsfrühe angekommen sind, und weswegen das heutige Türchen  ein bissel spät dran ist. Jaa, ich glaube, ich mache mich nachher mal auf eine gründliche Suche. Mit freundlicher Unterstützung meiner Kamera. Bekanntlich entdeckt man durch so ein Objektiv völlig neue Blickwinkel die tollsten Dinge. Und was auch immer ich finde … this is … und bleibt …

My favourite time of the year

 

In diesem Sinne uns allen einen Wunder-vollen Samstag und jede Menge Vergnügen bei den letzten Weihnachtsvorbereitungen.

 

Britta

 

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