Alles anders. Und gar nicht mal soo schlecht.

Rollentausch im Regenbogenhaus: Hatte der Göttergatte während der Buchmessezeit den Status des fröhlichen endlich-Zeit-für-alle-Herr-der-Ringe-Teile-Strohwitwers inne, so hatte ich diese Woche das zweifelhafte Vergnügen des weiblichen Gegenstücks. Yeah! Sturmfreie Bude!, denkt sich vielleicht so mancher. Hoffentlich ist bald Samstag!, war eher mein Gedanke. Ich brauche kein verwaistes Haus, um tun und lassen zu können, was ich will – das mache ich sowieso grundsätzlich. Und klar kann ich alleine yeah-juhu, aber zu zweit macht es einfach mehr Spaß. Ich kann mich auch bestens mit mir selbst unterhalten, ich liebe es, mir verrückte Dinge zu erzählen … Ob ich ver-rückt bin? Na aber sowas von … aber den Göttergatten an meinen Hirngespinsten teilhaben zu lassen, macht die Sache viel aufregender – er war schließlich mein Mentor. #dreamteam

Von daher war dies eine der wenigen Wochen in meinem Leben, in der ich die Zeit am liebsten mit der Peitsche vor mir hergetrieben hätte.
Inzwischen ist der Herr des Hauses mit einem Mörder-Jetlag im Gepäck zurück auf der heimischen Seite des großen Teiches und mein Seelenfrieden wieder hergestellt. Und während der Göttergatte damit beschäftigt ist, wieder in unserer Zeit anzukommen, nutze ich diese für die …

Leselaune

… dem allwöchentlichen meet and greet der Bücherwürmer und Artverwandten, allen voran die unermüdliche Aktionsinhaberin Frau Trallafitti.

Aktuell

… arbeite ich mich mit Textmarker und Post-it’s durch Catherine Ponders Die Heilungsgeheimnisse der Jahrhunderte: Die zwölf Geisteskräfte des Menschen. Von des Menschen Selbstheilungskräften dürfte inzwischen wohl jeder schon mal gehört haben. Was man sich jedoch genau darunter vorstellen und – noch viel interessanter und wichtiger – wie man sie einsetzen kann, weiß hingegen immer noch nur eine viel zu kleine Gruppe von Menschen. Und dann nennen wir unser Zeitalter aufgeklärt

Catherine Ponder Die Heilungsgeheimnisse der Jahrhunderte

Unserer Gesundheit liegt eine innere Ordnung zugrunde, die wir mit unserer Art zu leben, gnadenlos auf den Kopf stellen und uns dann über die schmerzhaften Ergebnisse wundern. Catherine Ponder zeigt nicht nur schlüssige Verbindungen zwischen Gedanken, Handlungen und Erkrankungen auf, sondern auch deren Lösung. Der Lesefluß ist angenehm, das Thema hochinteressant, dennoch – es ist ein Lehrbuch. Von daher braucht es Zeit … ich brauche Zeit, um die Inhalte einzuordnen, zu verdauen und sie für mich alltagstauglich zu machen.

Wortwörtlich

Ein Unglaube ist es, was ich Krankheit nenne. Es ist ein falsches Denken. Krankheit lebt nur in dem Menschen, der daran glaubt. Krankheit ist ein mentaler Zustand, eine Erfindung des Menschen. Krankheit existiert nur im Glauben. Korrigieren Sie Ihr Denken und Sie werden frei von Krankheit sein.

Aus den Quimby-Manuskripten|Catherine Ponder|Die Heilungsgeheimnisse der Jahrhunderte|63

Lesestimmung

Mein Enthusiasmus der letzten Wochen kommt tatächlich etwas gedämpfter daher. Arbeitsbücher können mich zwar grundsätzlich genauso fesseln wie ein Bestseller, nichtsdestotrotz haben sie eine andere Aus-Wirkung.

Memo an Billy

Seit meiner letzten Leslaune vor einem Monat habe ich gar nicht mal so viel gelesen, wie ich festgestellt habe. Beendet habe ich – endlich – Wütender Sturm. Selten habe ich so sehr ein Ende herbei gesehnt wie bei diesem Buch. Dabei ist die literarische Idee der Blutfarben-Reihe durchaus spannend; das Potenzial konnte Victoria Aveyard meiner Meinung nach allerdings nicht annähernd ausreizen, was bei einer vierbändigen Saga schon bemerkenswert ist. Der Auftakt war noch vielversprechend. Die rote Königin hatte mich im Nu in ihren Bann gezogen, und da ich die Fortsetzung schon im Regal stehen hatte, las ich Das gläserne Schwert direkt hinterher. Hier zeigten sich dann schon erste Längen, die sich in den Folgebüchern nicht nur fortsetzten, sondern derart häuften, dass das Lesen streckenweise zur Herausforderung wurde. Ich hätte liebend gerne mehr über verschiedene Nebencharaktere erfahren. Ihnen mehr Raum zu geben, hätte an der Handlung an sich nichts geändert, ihr aber sicher deutlich mehr Tiefe verliehen. So aber schienen manche Personen wie in das Geschehen hineingeworfen, ihre Geschichten dümpelten an der Oberfläche, während die Verstrickungen um die Hauptfiguren vor allem ab Band drei Goldener Käfig völlig überstrapaziert wurden.
Kurz und knackig: Stark angefangen und stetig nachgelassen.

Es folgte Mit 50 Euro um die Welt. Der Titel klingt aufregend, ist jedoch ein wenig irreführend. Allerdings hatte ich mir sowas schon beim Kauf gedacht und war folglich nicht überrascht, dass es doch ein paar Euros mehr bedurfte, um so ein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf das Buch gefreut, ohne irgendwelche Erwartungen zu haben. Wobei ich zugebe, dass ich beim Lesen des Klappentextes zumindest an einer Stelle kurz überlegte, ob ich es hier mit einem blauäugigen Jungchen zu tun habe. Da war ich dann aber schon viel zu neugierig zu erfahren, was einen Neunzehnjährigen einerseits dazu bringt, sich auf ein solches Unterfangen einzulassen und ob und wie er es andererseits zu Ende bringt. Das Cover tat natürlich sein Übriges: Christopher Schacht lädt mit einem charmanten Lachen höchtpersönlich zum Lesen ein. Insgesamt ist das Buch ein netter Reisebericht. An so mancher Stelle hätten ein paar Sätze mehr gut getan, um den Lesefluss nicht so abrupt zu unterbrechen und ein paar großformatige Bilder hätten die Andersartigkeit von Land und Leuten noch besser hervorheben können.
Kurz und knackig: Lesenswert.

Christopher Schacht Mit 50 Euro um die Welt

The one and only von der LBM kam direkt im Anschluss an die Reihe. Das Reich der sieben Höfe. Frost und Mondlicht. Was habe ich auf diese Fortsetzung gewartet! Und ich wurde nicht enttäuscht. Außer, dass ich viel zu schnell damit fertig war. Früher wollte ich ja immer in Hogwarts einziehen. Magie hat mich von jeher fasziniert. Aber heute … wenn es irgendwie ginge, würde ich meine Koffer packen und ab nach Velaris …
Kurz und knackig: Ein absolutes Muss für Fantasy-Fans.

Sarah J. Maas Das Reich der sieben Höfe Frost und Mondlicht

Leseliste

An dieser Stelle wird deutlich, dass die letzten Wochen nicht übermäßig leseintensiv waren, was ein wenig merkwürdig daherkommt, habe ich doch nahezu jeden Tag meine Nase zwischen die Seiten gesteckt. Mickrige zwei-zwei-halbe Bücher – es ist mir ein Rätsel.

Timothy Ferriss Die 4-Stunden Woche
Lina Jachmann Einfach leben
smarticular Das Natron-Handbuch
Christopher Schacht Mit 50 Euro um die Welt
Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe 4 – Frost und Mondlicht
Erin Beaty Vertrauen und Verrat
Kami Garcia I knew u were trouble
Dieter Broers Der verratene Himmel. Rückkehr nach Eden

Und sonst so

Bekanntlich ist ein Plan dazu da, über den Haufen geschmissen zu werden. So lässt sich auch erklären, dass ich derzeit mit Die Heilungsgeheimnisse der Jahrhunderte ein Buch lese, das auf der Leseliste gar nicht auftaucht. Im Zuge einer spontanen Umgestaltungsaktion unseres Wohnzimmers habe ich mich entschieden, die Bücher etwas anders als bisher in die – neuen – Regale zu räumen. Die Farbsortierung wollte ich zwar grundsätzlich beibehalten, allerdings musste ich sie an die veränderten Regalaufteilungen und das neue Raum-Farb-Konzept anpassen. Nachdem ich verschiedene Fächer schon mehrmals neu bestückt hatte, ohne auch nur annähernd zufrieden zu sein, googelte ich kurzerhand. Das Internet findet in seinen unendlichen Weiten schließlich immer irgendeine Lösung. In diesem Fall sogar eine ganze Menge davon. Dank Pinterest hätte ich sämtliche Billy-Regale seit Bestehen des Möbelschweden mit farbsortierten Buchrücken in allen Regenbogenvariationen beglücken können. Allein meine drei reichten mir vollkommen, und entgegen aller Befürchtungen Pinterest-Erfahrungen hatte ich mich sogar ziemlich fix entschieden. Klick, ein Blick und … GRINS. Das Design kannte ich doch! Dass ich auf der Seite eines Buchbloggers landen könnte, war statistisch gesehen mehr als zu erwarten.  Nicht aber unbedingt, dass ich ihn auch kenne. Liebe Nicci, es war mir ein Vergnügen, mich von dir inspirieren zu lassen.

dav

Ein paar Tage später klickte ich mich gerade durch diverse Insta-Stories, griente über beide Backen, als ich Niccis Eintrag erspähte, um zwei Zeilen später grad laut raus zu lachen. #metmyself

Summa sumarum sorgte die Neusortierung für wiederkehrendes Erstaunen, was es doch alles für Bücher bei mir gibt, begleitet vom Dauerschleifengedanken: Das sollte ich mal wieder lesen. Und wann ist der beste Zeitpunkt für mal? Sofort. Weil sonst wird’s eh nix. Und spontane Entscheidungen sind eh die besten, weil aus dem Bauch heraus.

Momentan stehen meine Bücher bei dem nun vorhandenen umfangreichen Platzangebort ziemlich verwaist in den Billys. Wie gewollt und nicht gekonnt. Um mich besser zurecht zu finden, habe ich mich für eine Aufteilung nach Genres entschieden. Und Fachliteratur ist eindeutig in der Überzahl. Was bedeutet, ich muss unbedingt in einen Buchladen. So kann das schließlich nicht bleiben. Wie sieht denn das aus?!

vorhernachher

Die ungeplante Renovierungsaktion war im Übrigen auch der Grund für den verspäteten Messerückblick. Ich war ja schon fast geneigt, ihn gar nicht mehr zu posten. Allein die Tatsache, dass Teil Eins schon online und Teil Zwei zur Hälfte geschrieben war, hat mich bewogen, die Sache zu Ende zu bringen. Irgendwie wäre es schade um die Arbeitszeit gewesen und mal ehrlich: Ein Rückblick ist immer irgendwie auch ein Einblick. Und lesen kann man – was auch immer – schließlich das ganze Jahr.

Was guckst du?

Der Göttergatte und ich sind ja nicht so die Fernsehgucker. Die meiste Zeit des Jahres hängt die Mattscheibe quasi als fragwürdiger Eyecatcher an der Wand und hat nüscht zu melden. Netflix braucht kein Mensch, war bis vor gar nicht allzulanger Zeit unser Credo, bis die Nachkommenschaft bei einem ihrer Besuche mal eben in Selbstermächtigung ihren Netflix-Account installiert hat. Böse Falle. Ganz böse. Voll toll. Wenn man, also der Göttergatte und ich, den Serien-Fachsimpeleien plötzlich folgen kann. Zumindest bei Suits und Sherlock Holmes. Jedwede weitere Empfehlung haben wir erfolgreich abgeschmettert. Nur nicht übertreiben. Die Hartnäckigkeit unseres Nachwuchstrios ist allerdings oscarverdächtig. In diesem Punkt lässt sich ihre Abstammung eindeutig nicht widerlegen. Insbesondere Sohnemann I. hatte in Bezug auf eine bestimmte Serie die Erinnerung auf repeat gelegt. So kam, was irgendwann kommen musste. Britta allein Zuhaus = Sechzehn Folgen The OA an drei Abenden. Eine dritte Staffel hätte ich auch noch irgenwie untergebracht, wenn es sie gäbe. Aber Sohnemann I. wusste selbstverständlich sofort Abhilfe. Synchronicity … klingt gut. Ich glaube, ich werde mal reingucken. Nur ganz kurz …

The OA

SocialMediaSchnipsel

Der Göttergatte war beileibe nicht der Einzige aus der Familie, der die Woche außer Landes rumturnte. Die Lieblingstochter tat es ihm gleich. Also fast: Urlaub in Venedig. Da hat sie uns was voraus. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht auf diese Idee gekommen. Warum auch immer. Auf jeden Fall versorgte sie den Family-Chat all die Tage brav mit diversen Fotoschnipseln. Womit klar ist: Da muss ich auch hin. Und … andere Länder, andere Gebräuche. Über die wir uns wohl allgemein viel zu wenig Gedanken machen. Ich zumindest habe noch nie einen daran verschwendet, wie man in Venedig zu seiner Post kommt.

11

Eigentlich logisch … oder …

Thank you for the Music

Ein gutes Mantra für die neue Woche, wie ich finde. In diesem Sinne alles Liebe und … wir lesen uns …

 

Britta

 


 

Stöberecke – weitere Leselaunen:

PCT 1 Woche – Anreise & San Diego bei Torstens Bücherecke
Ready for Take-Off! bei glimrende
Mein Wochenrückblick bei angeltearz liest
Studizeit bei Nerd mit Nadel
∗ Körpertausch bei Saskias Books
Ganz viel Trallafitti bei Trallafittibooks

 

4 Gedanken zu “Alles anders. Und gar nicht mal soo schlecht.

  1. Wiebi Peters schreibt:

    Moin.

    Da war ja mal echt was los in deiner Woche, halleluja.
    Deine Regale müssen wirklich mal ein wenig bestückt werden. Da weißt du ja, wohin du gehen kannst. Ist bestimmt nicht so weit zur nächsten Buchhandlung. 😛
    Was mich daran erinnert, dass ich meine Regale mal aufräumen wollte. Vielleicht geschieht das noch in diesem Jahrhundert, man weiß es nicht.
    Ja, wir hatten uns in Venedig auch schon gefragt, ob die denn überhaupt bei Amazon bestellen können und wie das denn funktionieren würde. Prompt hatten wir die Antwort. War schon ein wenig schräg. Und ihr solltet da wirklich mal hin, es lohnt sich. Und ohne Autos ist es echt entspannt.
    Ich bin ja auch mal gespannt, wann du denn ‚Vertrauen & Verrat‘ lesen wirst. Liegt da ja schon eine Weile. 😛

    Liebste Grüße
    Die Tochter :*

    Gefällt 1 Person

    • Barfuß unterm Regenbogen schreibt:

      Tach.

      Och komm, ich dachte, ich komm bei dir vorbei. 😋🤣 Deine Regale sind eh voll und drumrum fliegen ein Haufen obdachlose Bücher. 😋 Glaub auch nicht, dass DER Zustand besser wird, wenn du aufräumst. Notwendig isses trotzdem. 😎

      Jaa, Venedig haben wir jetzt zumindest mal auf’m Schirm. Muss nur noch auf’n Plan rüberrutschen. 🚤 Klang ja zumindest alles sehr verlockend.

      Öhm ja, ich hatte ja die Befürchtung, dass du über die Leseliste stolperst … 😅 Gott sei Dank wird das Buch nicht schlecht.

      Liebeste Grüße zurück und Küssi 😘
      die Mum

      Gefällt 1 Person

  2. Nicci Trallafitti schreibt:

    Liebe Britta,
    wie schön, dass ich dich mit meinem (mittlerweile doch recht alten) Beitrag inspirieren konnte 🙂
    Vielleicht sollte ich mir diesen als Anlass nehmen, und meine eigenen Regale auch mal wieder zu sortieren haha. Es stapeln sich überall Bücher, auf dem Boden, allen Schränken, auf dem Küchentisch. Es ist ein Trauerspiel.
    The OA steht auch auf meiner Watchlist, aber auch die ist super voll. Mal schauen wann und ob ich mal in die Serie reinschauen werde. Dir weiterhin viel Spaß beim Netflixen, hihi.
    Witzig, dass du tatsächlich in meinen Suchbegriffen auftauchst. Wobei ich dazu sagen muss, dass dieser Suchbegriff echt häufig in der Liste auftaucht.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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